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Dagmar Wäscher

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1 Kommentar

  1. Astro-Fox
    Astro-Fox
    23. März 2007 @ 20:08

    Hallo Dagmar,
    da hat der Mars eine kleine, schnelle, energische Atacke geritten.
    Gelle …
    * Astro-Fox *

Mars macht mobil

Serie | Ein Kommentar |

abbildung

Ein geschwindigkeitsüberwältigendes Hallo miteinander!

Mir war es, als hättet ihr mich gerufen?! Puh, da kam ich doch glatt ins Schwitzen, bei der Geschwindigkeit, die ich gerade zurückgelegt habe…. *hechel* Muss mich mal ganz kurz regenerieren, bevor ich weiter rennen kann. Aber wenn ich schon mal hier bin: von euch hat niemand zufällig einen Schokoriegel für mich? Oooo, mir läuft die Lava im Marsinneren zusammen, wenn ich nur an diesen martialischen Energizer denke! Energie pur! Lecker!

Das ist ein kleines Handicap von mir, dass ich schnell in Gefahr laufe, meine Energie zu rasch aufzubrauchen; manches Mal fällt es mir erst danach wie Schuppen von den Augen, wenn ich sie für Nichts vergeudet habe. Ach so, ihr meint, dazu wäre ich ja wohl da? Also, das ist ja eine glatte Herausforderung!

Selbstverständlich fungiere ich als Energielieferant und als Tankstelle, wenn man es mal so salopp sagen möchte. Ich kann auch gar nicht anders, als euch den nötigen Sprit zu liefern. Aber bitte übertreibt es nicht und nützt es nicht aus! Andererseits werde ich wütend, wenn ihr meine Energie nicht in adäquater Weise in Anspruch nehmt, denn dann geht der Schuss nach hinten los! Das mache ich nicht aus Bösartigkeit, sondern weil ich schlicht und ergreifend meine freigewordene Energie in Handlung umsetzen muss. Ich würde ja sonst explodieren, oder implodieren? Egal, das Ergebnis ist dasselbe: futsch, aus und vorbei! Und was dann?

Ha! Stellt euch mal das vor! Wie kämt ihr denn dann aus eurem Bettelein? Wie würdet ihr den Wecker eines obenauf geben können? Hm? Tja, wie sagte neulich ein Berliner Liedermacher so treffend “Finger im Popo in Mexiko!” Da geht nix’n Leute! Es ist ja ganz toll und schön von euren Träumen und Mondtagen hier zu lesen, aber mal ganz ehrlich: Warum meint ihr, folgt auf einem Montag ein Dienstag – ein Marstag? Ist doch klar, ihr würdet ja sonst die ganze Woche verträumen und nach Lust und Laune die Tage verbringen! Wie stellt ihr euch das vor? Ganze Zivilisationen wären so sicherlich nicht entstanden!

Darf ich mich erst mal vorstellen? Ich MARS. Der, der mit der Tür ins Haus fällt. Ich fackel nicht lange rum, komme gleich zur Sache (Schätzchen) und mache kurzen Prozess – yes!

Es muss bei mir nicht immer so blutig zugehen, wie ihr mich auf vielen Bildern dargestellt bekommt. Aber Blut braucht das starke Element Eisen, um gebildet werden zu können. Und Eisen ist eine meiner Manifestationen. So ist Blut das Leben schlechthin, denn es besteht aus Millionen von einzelkämpfenden und ernährenden Zellen, die alle nur EIN Ziel haben: für die Sonne in euch zu kämpfen, zu sterben und sie am Leben zu erhalten. Kein anderes Organ ist dazu in der Lage. Deswegen ist Blut mein Geschenk an euch – ich erreiche euch so mit jeder Zelle, mit jeder Faser eures teuren Lebens.

Genauso existiere ich im Blut der Erde: dem Erdkern, aber auch in der Entstehung des Erdmagnetfelds und in der Erdkruste spiele ich eine Hauptrolle.

Darum werde ich so blutig und zerstörerisch dargestellt. Ich, der Ungemochte, verteidige euch mit Haut und Haaren! Ich setze mich für euer Leben ein, notfalls mit Gewalt. Aber meistens ist dieser Akt der Lichtauslöschung – dem Himmel sei Dank! – nicht erforderlich, denn auch ich beherrsche zig Möglichkeiten, nicht gewünschte Objekte fernzuhalten. Man denke da an das Zähnefletschen, von euch belustigend in Lachen umfunktioniert. Nett sein ist eben manchmal eine Form von Aggressivität, sehr subtil, aber äußerst wirksam!

Es ist so selbstverständlich für euch, dass ich euch mit dieser Energie am Leben erhalte, dass ihr nie draufkommen würdet, es in Frage zu stellen: was wäre, wenn ich nicht mehr für euch da wäre? Jede Bazille könnte für euch den Tod bedeuten! Mamma mia, ich darf gar nicht daran denken!

Ihr seht schon, ich habe ein Ziel und das ist gut so. Denn ohne Ziel würden meine Kräfte sinnlos verschleudert werden. So wie ich im Kleinen in euch existiere und fungiere, verkörpere ich als Planet dieselbe Aufgabe: ich beschütze meine Sonne und ihre drei Kinder – Merkur, Venus und Erde – mit all meiner Kraft und Stärke! Ich halte alles von ihnen fern, damit sie sich weiterhin entfalten und leben können. Ich bin dafür zu sterben bereit, und stelle mich mit meiner Masse gegen jedweden Angreifer, der aus dem Weltenall daher geschleudert kommt! So umkreise ich mit Furcht abbildungund Schreckenabbildung, meinen zwei Monden – meinen Augen und Spürnasen -, die inneren Planeten des Sonnensystems, und halte Wacht, damit alles seiner Wege gehen kann.

Nanü, was wittert so plötzlich mein Vulkanriese auf mir? Und das Rascheln? Sabine, Christopher, vernascht ihr soeben einen Schokoriegel, ohne mir was davon abzugeben? Gebt Saturn, was des Saturns ist, aber gebt Mars, was des Mars’ ist abbildung ! Bitte, nur die Ecke links unten! Ja, und jetzt bitte in den Schlund des Alba Patera stecken! O, tut das gut! *mampf – kau* Ahhh, wie wohl mir gleich wird. O, die anderen LeserInnen haben auch einen Happen für mich übrig! Astrophoenix sei Dank! Jetzt habe ich wieder genug Power, um alle Kräfte in der Natur mobilisieren zu können, damit sich neues Leben durchsetzen kann.

Lasst uns aufbrechen! *losstürmend* Arriba Freunde! Und vergesst nicht, ich bin immer bei euch, ob ihr wollt oder nicht. Fluch oder Segen, die Entscheidung überlasse ich euch! *hinwegdüsend*

Anmerkung der Autorin: a pro pos Aufbruch. Geburt ist ebenso eine Ausdrucksform eines neuen Lebens. In Vorbereitung eines neuen Artikels würde mich mal interessieren, liebe LeserInnen, was Sie meinen, welche die geburtenreichsten Monate in der BRD sind? Wenn Sie möchten, worüber ich mich sehr freuen würde, posten Sie doch bitte hier ihre Vermutungen! Vielen Dank!

© 2007 Dagmar Wäscher @ 18. März 2007

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