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Sabine Bends

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Steinbock

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abbildungBild und Text: Ulrike Aepfelbach 

„Fest steht der Steinbock auf felsigem Grund in der kargen Gebirgslandschaft, deren Höhe er sich erarbeitet hat.

Keiner gelangt höher als er, weil er sich spezialisiert hat auf die harten Anforderungen seiner Umgebung.

Hinter ihm steigt die Wintersonne langsam empor, ihrem Wiedererwachen entgegen.

Seine mythologische Entsprechung, der Ziegenfisch, sowie Taschenuhr und Zirkel als Messgeräte von Raum und Zeit sind ihm beigefügt und ein Rabe breitet seine schwarzen Schwingen aus.“

Gedicht: Sabine Bends

Steinbock

 Wenn die Tage länger werden,
kommt er hier zu uns auf Erden.

Er hat die Kraft, die Formen schafft.
Stein auf Stein baut er die Mauer,
hoch und fest, von wahrer Dauer.

Er bringt mit sich die Zeit
und die Geduld der Ewigkeit.
In der Reife seiner Jugend
liegt des Steinbocks wahre Tugend.

Wo er waltet, herrscht er strenge.
Doch ist er weise,
führt er mit Klarheit, ohne Enge,
den Säugling auf dem Weg zum Greise.

© 2011 Sabine Bends @ 22. Dezember 2011

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