Über den Autor dieses Artikels

Zum Autorenprofil von Thomas Birkhoff

5 Kommentare

  1. Dagmar Wäscher
    Dagmar Wäscher
    20. April 2007 @ 20:58

    Hallo Thomas,
    was für eine schöne Überraschung: astrophoenix wächst mit dir um ein ganzes Stück weiter :) freut mich sehr!
    Zur Zeit ist der Himmel so klar, dass man selbst in einer Stadt wie München die prägenden Sternbilder erkennen kann. Und Saturn leuchtet, ja schreit schon fast vom Himmel runter, dass es eine wahre Pracht ist! Gestern stand er sogar in der Nähe des Sichelmondes – es war ein Traum!
    Viele Grüße
    Dagmar

  2. Dagmar Wäscher
    Dagmar Wäscher
    21. April 2007 @ 20:40

    Ähem, ich glaube, ich muss mich korrigieren: wie ich heute erfahren habe, ist das nicht Saturn, sondern die Venus, die so strahlend leuchtet (kein Wunder, dass sie mit Schönheit assoziiert wird)!
    Ich hatte nicht bedacht, dass ihre Entfernung zur Sonne doch erheblich ist, dass sie auch zu so später Stunde ihre Kreise ziehen kann. Tja, da habe ich mich schön blamiert….
    Grüße
    Dagmar

  3. Iris Apé
    Iris Apé
    23. April 2007 @ 12:33

    Lieber Thomas,

    dein sehr anschaulicher Bericht kam für mich wie gerufen.
    Steh ich bei dem klaren Nachthimmel des öfteren draußen und frage mich genauso oft, warum mir niemand die Sterne und Planeten zeigen kann. Damit ist es nun endlich vorbei!
    Vielen Dank dafür!

    Viele Grüße
    Iris

  4. Thomas Birkhoff
    17. Mai 2007 @ 10:44

    Vielen Dank an Euch für das Feedback

    Thomas

  5. Thomas Birkhoff
    17. Mai 2007 @ 10:47

    Vielen Dank an Euch für das nette Feedback.

    Thomas

Sternenhimmel April 2007

Sternenhimmel | (5) Kommentare |

abbildung
April 2007 kurz nach Sonnenuntergang.

Die Venus strahlt als leuchtender Abendstern über dem Westhorizont. Saturn steht im Löwen.

abbildung

Venus als Abendstern

Die Venus befindet sich über dem Westhorizont. Auf der Karte ist sie rechts oben als fünfzackiger Stern erkennbar. Sie zieht ihre Bahn leicht nördlich der Ekliptik, dargestellt als roter Kreisbogen. Die Ekliptik beschreibt den Weg der Sonne am Himmel in ihrem Jahreslauf. Folgen wir ihr im Uhrzeigersinn von rechts oben nach links unten, so führt sie durch die Sternbilder des Tierkreises Stier, Zwillinge, Krebs und Löwe. Während Stier, Zwillinge und Löwe sich durch einige sehr helle Objekte auszeichnen, ist der Krebs sehr unscheinbar und von einer erleuchteten Großstadt aus kaum erkennbar.

Der Saturn im Löwen

Der Löwe steht während der Abendstunden zur Zeit im Süden, dort wo die Mittagslinie, der Meridian, als gerade senkrechte blaue Linie vom Horizont nach oben weist. Betrachten wir nun den Schnittpunkt zwischen Meridian und Ekliptik. Auf beiden Seiten davon erkennen wir helle Himmelskörper. Der linke ist der Stern Regulus im Löwen. Der rechte ist der Planet Saturn.

Sternkarten wollen auch verstanden werden

Der Saturn steht viel höher am Himmel als die Venus. Aus der Karte wird dies ersichtlich, wenn wir den jeweils direkten Abstand zum Horizont vergleichen. Das ist übrigens die einfachste Art, eine Sternkarte von diesem Typ zu verwenden: man dreht sie immer so, dass die Himmelsrichtung, in die man schaut, unten ist. In unserem Fall ist Süden unten, und wenn wir am Himmel eben dorthin blicken, finden wir die Sterne ziemlich genau so vor, wie sie am untern Rand unserer Karte eingezeichnet sind. Wollen wir uns dagegen die Venus ansehen, so wenden wir uns nach Westen. Für den Umgang mit der Karte bedeutet das, dass wir sie um etwas über 90 Grad im Uhrzeigersinn drehen, bis die Venus ganz unten erscheint. Nun sehen wir die Sterne in ihrer Umgebung etwa so, wie am Himmel. Dort ist zunächst links von der Venus der sehr helle Aldebaran im Sternbild Stier. Auf der Karte befindet er sich in unmittelbarer Nachbarschaft rechts unterhalb. Das Siebengestirn steht am Himmel auf gleicher Höhe rechts von Aldebaran und der Venus, und ist auf der Karte links oberhalb der Venus eingetragen.

Der Orion – auch etwas für die Bewohner Australiens

Nur leicht höher am Himmel, links von Aldebaran leuchtet ein anderer heller Stern. Das ist Beteigeuze im Orion. Die bekannten drei Gürtelsterne des Orion befinden sich unterhalb und liegen in einer Reihe parallel zum Horizont. Auf der Karte sehen wir sie ganz rechts im Bild auf dem blauen Kreis. Dieser stellt den Himmelsäquator dar. Der Orion eignet sich also bestens, um festzustellen wo am Himmel der Äquator verläuft. Die eine Hälfte des Sternbildes ist auf der nördlichen, die andere auf der südlichen Halbkugel des Himmels.

Der kleine Hund

Folgen wir jetzt noch ein wenig dem Äquator auf der Karte im Uhrzeigersinn. Der nächste sehr helle Stern, etwas näher am Äquator als Beteigeuze, ist Prokyon. Er gehört zum Sternbild kleiner Hund, das hier aber nicht eingetragen ist. Gehen wir von Prokyon am Himmel nach oben, so sehen wir hell das Paar Kastor und Pollux in den Zwillingen. Kastor ist der rechts oben, Pollux der links unten. Auf der Karte bilden Prokyon, Pollux, Kastor und der Nordstern ungefähr eine gerade Linie. Der Nordstern ist im Zentrum der kleineren Kreisfläche ganz links oben abgebildet. Sterne, die sich in dieser Fläche befinden, gehen in unseren Breiten nie unter. Ein besonders gut sichtbarer von ihnen ist hier mit eingezeichnet. Es handelt sich um Capella, den hellsten Stern im Fuhrmann.

Aldebaran, Beteigeuze, Prokyon, Pollux, Kastor und Capella bilden ein markantes Sechseck aus sehr hellen Sternen, dass wir abends den ganzen Winter über sehen können. Viel Vergnügen dabei!

Thomas Birkhoff

© 2007 Thomas Birkhoff @ 20. April 2007

Druckversion des Artikels Druckversion des Artikels

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

Keine Schlagwörter für diesen Beitrag vorhanden.

Weitere Beiträge von Thomas Birkhoff.

Verwandte Artikel:

Kommentieren

Um einen Kommentar zu diesem Beitrag abgeben zu können, müssen Sie sich bei Astrophoenix registrieren und anmelden.

Login