Satsang mit mir selbst – Teil 2
Spiritualität, The Work | Noch keine Kommentare |
Wenn ich “The Work” von Byron Katie mache, dann mache ich “Satsang” mit mir selbst. Was ist The Work? Was ist Satsang? Wer ist Byron Katie?
Die Frage, was Satsang ist, hatte ich im ersten Teil dieser kleinen Serie bereits in meinen Worten beantwortet. Bleibt noch offen, was eigentlich “The Work” ist und wer “Byron Katie”. Fangen wir mit The Work an. Denn dort haben wir im letzten Artikel aufgehört.
Ich hatte das Beispiel gewählt, dass ich im Stau stehe und mit mir und der Welt ganz und gar nicht im Reinen bin. Ich bin nervös, unruhig und fühle mich scheußlich. In dem Moment, wo ich dies bemerke, entschließe ich mich, mir ein paar Fragen zu stellen. Ich weiß, danach geht es mir besser.
Als erstes isoliere ich einen einzigen Gedanken. Wenn möglich, schreibe ich ihn auf. In diesem Fall lautet der Gedanke “Der Stau soll sich auflösen!” Ich sage ihn mir nochmals gedanklich vor. “Der Stau soll sich auflösen.” Nun stelle ich mir die
1. Frage: “Ist das wirklich wahr?”
Ist es wahr, dass sich der Stau auflösen sollte? Ich horche in mich. Ja! Ich habe keine Zeit, ich muss weiter. Ja, verdammt! Die Antwort kommt aus meinem Bauch, ich lasse sie einfach aufsteigen. Ich hetze mich nicht, ich horche in mich hinein. Doch ich weiß, es gibt kein “falsch” oder “richtig”. Im Anschluss stelle ich mir die
2. Frage: “Kann ich 100%ig sicher sein, dass das wirklich wahr ist bzw. so sein sollte?”
Ups! Kann ich ganz, ganz sicher sein, dass der Stau sich auflösen sollte? Nö. Also, ich meine, ich bin ja nicht Gott. Ich hab ja nicht den totalen Überblick. Was weiß ich, wie es sein sollte – keine Ahnung. Nein, eindeutig nein. In mir beruhigt sich etwas. Eine giftige Schlange rollt sich zusammen und kuschelt sich in ihr Nest. Es wird Zeit für die
3. Frage: “Wie reagiere ich, wie geht es mir, wenn ich diesen Gedanken denke (Der Stau sollte sich auflösen)?”
Wie es mir dabei geht?? Ach, besch–eiden. Ich mache mich innerlich total fertig, versuche, die Kontrolle über etwas zu bekommen, das ich doch nie kontrollieren kann und verliere dabei alles, was ich habe. Mich selbst, meine Ruhe, mein Glück, meinen Frieden. Okay, ich kann sie stellen, die
4. Frage: “Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?”
Ach, ohne dieses nervtötende Gezetere in meinem Kopf ging es mir besser. Ich würde eine CD hören, ein Lied singen oder einfach nur die Bäume anschauen und dösen. In mir wird es weich und sanft. Ich bin reif für den letzten Schritt, die
5. Umkehrungen meines ursprünglichen Gedankens.
Der Ursprungssatz lautet: “Der Stau soll sich auflösen.”
Ich kehre den Satz in sein Gegenteil um: “Der Stau soll sich nicht auflösen.” Und dann frage ich mich, warum dieser Satz möglicherweise genauso wahr oder wahrer sein könnte wie der ursprüngliche. Ich suche nach ehrlichen Antworten, die aus mir selbst kommen. Naja, vielleicht sollte sich der Stau wirklich nicht auflösen, aus einem Grund, der mir verborgen bleibt. Wie gesagt, ich bin ja nicht Gott und allwissend. Eigentlich weiß ich noch nicht einmal, ob es für mich besser wäre, wenn der Stau weg wäre. Was weiß ich schon von den Zeitplänen des Universums?
Dann kehre ich den Satz auf mich selbst um: “Der Stau in mir sollte sich auflösen.” Ich frage mich ernsthaft und ruhig, was für einen Stau es in mir geben könnte, der sich auflösen darf. Ich muss lachen! Ja, klar. Mein Gedankenstau. Da oben in meinem Kopf ist die Hölle los. Alle Gedanken seit dem Staugedanken stauen sich dort und drehen sich im Kreis. “Der Stau soll weg. Ich komm zu spät. Dann ist die Frau x schon weg. Und ich bekomm y nicht mehr. Das geht nicht. Der Stau muss sich auflösen.” und so weiter und so fort. Nicht ein kreativer Gedanke seit 15 Minuten. Nur Stress. Ja, mein Gedankenstau sollte sich auflösen!
Ich fühle mich großartig. Draußen hupt jemand. Die Sonne scheint. Eine Frau schreit über 3 Autos hinweg etwas zu einem Busfahrer. Der Busfahrer tippt sich an die Stirn. Ich lache. Meine CD ist schön. Ich rufe jetzt Frau x an. In dem Moment klingelt es. Frau x ist dran, ihr Kind ist krank, sie kann nicht kommen, ob wir den Termin verschieben können. Ich lache. Der Mann neben mir im Auto guckt grimmig. Ich fühle mich großartig.
Bleibt noch die Frage offen, wer Byron Katie ist. Schauen Sie wieder rein
. Ich freue mich auf Sie!
The Work mit Byron Katie im Internet: www.thework.com, www.youtube.com
Übungsabende mit The Work in Köln bei Sabine: Ich bin was ich denke.
Ein online-Kurs bei Phoenix Astrologie online zum Erlernen und Üben der Methode ist in Vorbereitung.
© 2009 Sabine Bends @ 18. Januar 2009
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Schlagwörter: Byron Katie, Satsang, The Work, Wahrheit
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