Die Entstehung von Ebbe und Flut
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Als ich das letzte mal an der Nordsee war,
Liebe Leserinnen und Leser von astrophoenix,
war mir eigentlich klar, dass der Mond die Wassermassen des Meeres anzieht und dadurch die Flut entsteht. Aber warum gibt es die Flut zweimal am Tag?
Finden Sie hier nun Antworten und weitere Erklärungen:
Zunächst einmal einige Begriffserklärungen:
Flut: “Das Wasser kommt”
Ebbe: “Das Wasser geht (weg)”
Hochwasser: Wasserhöchststand, Umkehrpunkt von Flut zur Ebbe
Niedrigwasser: niedrigster Wasserstand, Umkehrpunkt von Ebbe zur Flut
Gezeiten: (=Tide) Zyklus von Ebbe und Flut
Gravitationskraft:
Jeder physikalische Körper zieht andere Körper in Richtung seines Schwerpunktes an.
Das merken wir an der Erde ganz deutlich, wenn wir hochspringen.
Die Gravitationskraft der Erde (auch Schwerkraft genannt) sorgt dafür, dass wir von der Erde wieder angezogen werden, also nach unten fallen.
Die Gravitationskraft des Mondes erzeugt einen Wasserberg:
Der Mond ist ca. 81 mal leichter als die Erde. Demzufolge ist seine Gravitationskraft geringer. Man kann es erahnen, wenn man die Astronauten im Fernsehen auf dem Mond in großen Sprüngen hüpfen sieht. Dennoch ist seine Gravitationskraft groß genug, um die Wassermassen der Meere anzuziehen und daher einen Wasserberg zu verursachen.
So entsteht der Mond zugewandten Seite ein Wasserberg.
Und der andere Wasserberg ?
Mond und Erde drehen sich kreisend um einen gemeinsamen Schwerpunkt. Dadurch entstehen Fliehkräfte, die das Wasser vom Mond wegschleudern. (physikalisch ist es eine Revolution ohne Rotation, so dass auf jedem Punkt der Erde der Vektor, der durch die Revolution verursachten Fliehkraft, in die gleiche Richtung zeigt.) Auf der Mond abgewandten Seite, ist die Fliehkraft größer als der Einfluß der Gravitationskraft des Mondes. Der zweite Wellenberg entsteht also durch die Fliehkraft der Drehung des Erde-Mond Systems.
Sie können es sich auch wie folgt veranschaulichen:
Nehmen Sie ein halbvolles Glas und stellen Sie es vor sich auf einen Tisch. Greifen Sie es mit der Hand und legen den Unterarm ebenso auf den Tisch. Bewegen Sie nun das Glas auf einer Kreisbahn. Erzeugen Sie die Bewegung dadurch, dass Sie den Unterarm und die Hand als unbewegliche Einheit bewegen. So erzeugen Sie eine Revolution ohne Rotation – also einen kreisförmigen Umlauf ohne Eigendrehung – die bewirkt, dass durch Fliehkräfte sich ein Wellenberg gegen die Glaswand bildet, der mit Ihrer ausgeübten Kreisbewegung mitrotiert.

Bild: Die Entstehung von Ebbe und Flut
Was bewirtk die Erdrotation?
Die Erdrotation ist nicht dafür verantwortlich, dass Wassermassen umhergeschleudert werden. Die feste Erdkruste dreht sich unter den Wassermassen hinweg.
Und warum verschiebt sich die Flut immer um ca. 25 Minuten zeitlich später?
Weil der Mond auf seinen Aufgangspunkt bezogen dem Eigendrehsinn der Erde entgegenwandert.
Anders ausgedrückt: Wenn ich immer zur gleichen Zeit zum Fenster herausschaue , sehe ich den Mond – wenn er den sichtbar ist – ein Stückchen weiter links.
Hat die Sonne auch einen Einfluß?
Ja:
Springtide:
Bei Voll- oder Halbmond ergänzen sich die Gravitationskräfte von Sonne und Mond. Die Flut wird stärker.
Nipptide:
Bei Halbmond wirkt die Gravitationskraft der Sonne rechtwinklig zu oben beschriebener Fliehkraft und zur Gravitationskraft des Mondes, so dass die Flut von geringerem Ausmaß ist.
So, das war der Auftakt zu den Artikeln
“Weltraumwissen vom Astro-Fuchs zum Jahr der Astronomie”.
> 2009 ist der 16. eines Monats “Astro-Fox-Tag”
> Nächster Artikel am 16. Februar: “Orion in Mars” oder “Pluto im Steinbock”
Viel Spaß im Watt wünscht
* Astro-Fox *
aber nicht zu sehr bummeln, die nächste Flut kommt mit Sicherheit …
+++ Astrologie in Coburg, Oberfranken und Franken +++
© 2009 Astro-Fox @ 16. Januar 2009
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Schlagwörter: Ebbe, Erde, Fliehkraft, Flut, Gezeiten, Gravitationskraft, Jahr der Astronomie, Mond, Tide
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