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Dagmar Wäscher

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4 Kommentare

  1. Astro-Fox
    Astro-Fox
    4. Juni 2008 @ 22:22

    Hallo Dagmar,

    Respekt!

    Wirklich etwas Neues …

    * Astro-Fox *

  2. Susanne
    8. Juni 2008 @ 02:49

    Hallo Dagmar
    Klar konnz ich Dir jetzt einen Einschenken über was Erinnerung ist..
    hier einz Celion dion singt die Titanic
    Einzigartig
    http://youtube.com/watch?v=ipM.....re=related

  3. Barbara Wiehl
    9. Juni 2008 @ 00:51

    Ein guts Nächtle liebe Suse. gg

    Hier mein ergänzender Tipp

    Erkan Aki, Heres to the Heroes
    Nr.9 L/amoure Durrea Encore

    Der berühmte Titanic.Song( My Heart will Go on from Titanic) aus dem gleichnamigen Movie
    aaaber Französich gesungen

    Eine begnadete Stimme, ob das auf Youtube zu finden ist bezweifle ich..gg…die CD ist eine Rarität vom Flohmarkt in Estepona. ggg

  4. Astrologie des Ortes: Du bist, wie du wohnst | Von astrophoenix | astrophoenix - Das Phoenix Astrologie Online-Journal
    17. November 2008 @ 11:52

    [...] Leider war – wie immer – die Zeit zu kurz, um alle Facetten dieser spannenden Technik zu beleuchten. Außen vor musste die ausführliche Anwendung des Horizonthoroskops auf größere räumliche Zusammenhänge bleiben, zum Beispiel das Stadtviertel, in dem ich lebe, oder gar die ganze Stadt. Auch die Frage, wie wir das Horizonthoroskop nutzen können, um Umzüge zu planen oder unseren Urlaub zu gestalten, muss auf einen kommenden Workshop verschoben werden (vgl. hierzu den Beitrag von Dagmar Wäscher: Untersuchung eines standortastrologischen Phänomens). [...]

Untersuchung eines standortastrologischen Phänomens

Wissenskiste | (4) Kommentare |

ÜBERPRÜFUNG DER VORHYPOTHESE:

Menschen bewegen sich entlang ihrer standortastrologischen Planetenlinien, wenn die Bewegungen aus einer konkreten Motivation heraus entstehen – Eine Zusammenfassung meiner Hausarbeit an der a*sys*akademie München während der Ausbildung zum Astrosystemischen Berater

Dagmar Wäscher

abbildung

Liebe Leserinnen und Leser,

sicher warten schon Einige unter euch auf das Ergebnis meiner Ausschreibung vom Januar. Aber erst nochmal ein herzliches Dankeschön für Alle, die mir ihre Daten hierfür zur Verfügung stellten! Es war unglaublich spannend und sehr herausfordernd, denn ich musste mich genauestens an “wissenschaftliche Vorgaben” halten, und das bedeutete, dass ich strenge Anweisungen zu befolgen hatte.

Wenn ihr nun diese Zusammenfassung lesen möchtet, dann bitte ich euch, lest zunächst den Artikel
http://www.astrophoenix.de/index.php/glossar/horizonthoroskop-auch-local-space/, der bereits von Christopher Weidner freundlicherweise verfasst wurde, damit ihr nachvollziehen könnt, was mit einer Astrologie des Standortes gemeint ist. Interessanterweise bekam ich viele Nachfragen, die sich auf die Astro*Karto*Grafie bezogen. Da es diese Zusammenfassung in sich hat, werde ich in Folge nicht näher auf den Unterschied zwischen den beiden astrologischen Disziplinen eingehen. Bereits durch diese beiden Artikel jedoch dürfte sich der Unterschied schnell klar erkennen lassen.

1. PERSÖNLICHE INTENTION/EINLEITUNG

Die Einflussgröße ‚Raum’ hat in der Astrologie bis dato noch keinen einnehmenden Platz errungen, die der Größenordnung ‚Zeit’ entsprechen würde. Gründe sind möglicherweise in der mangelnden Nachfrage einer ‚Raum-Astrologie’ in astrologischen Beratungen zu finden, sowie in der vermeintlichen Kenntnis ü­ber die Wirkungsweisen von standortastrologischen Linien. Unsicherheit in der Deutung einer Astrologie des Standortes lässt erahnen, dass diesem Gebiet mit Ausschluss begegnet wird. Wieso sich hingegen die Astrokartografie mit größerer Beachtung durchsetzen konnte, darüber lässt sich im Nachhinein nur spekulieren. Am ehesten treffen hier die Faktoren Unkenntnis und Popularität zusammen.

Um eine seriöse Astrologie des Standortes in die Beratungspraxis miteinbeziehen zu können, benötigt sie eine Grundlagenforschung, damit echte Aussagen getroffen werden können. Zuallererst bedarf es einer Klärung, was genau die standortastrologischen Linien beinhalten und aussagen. Die bisher gelebte Grundannahme, dass sich die reine klassische Qualität der entsprechenden Planeten entlang dieser Linien entfaltet, steht einer anderen Vorhypothese gegenüber, die besagt, dass Menschen sich entlang ihrer standortastrologischen Planetenlinien bewegen, wenn die Bewegungen aus einer konkreten Motivation heraus entstehen. Diese Annahme geht davon aus, dass die standortastro-logischen Linien inhaltlich den jeweiligen Häuserherrscherplaneten entsprechen und in dieser Qualität zu Tage treten.

Zur Veranschaulichung und zur Überprüfung dieser Vorhypothese wird in dieser Untersuchung ein Thema abgehandelt, das dem siebten Haus zugeordnet wird: das Thema Partnerschaft. In Bezug zur Vorhypothese sollten sich bedeutsame Hinweise zum Herrscherplaneten des siebten Hauses und seiner standortastrologischen räumlichen Linie zeigen, wenn jemand aufgrund einer erwünschten Nähe zu seinem Partner den derzeitigen Wohn- und Lebensort wechselt.

Als Astrologiepraktizierende lege ich Wert auf eine ebenbürtige Anerkennung der Astrologie mit anderen akzeptierten Disziplinen. Ich initiierte diese Untersuchung, um ein mögliches Instrument zur Beweisführung von Zusammenhängen zu erschliessen und um einen nützlichen Einsatz zu ermöglichen.

2. VORHYPOTHESE

Menschen bewegen sich entlang ihrer standortastrologischen Planetenlinien, wenn die Bewegungen aus einer konkreten Motivation heraus entstehen.

Menschen ziehen aus den unterschiedlichen Motivationen an einen anderen Ort. Eindeu­tige Beweggründe sind Führen/Zustandekommen einer Partnerschaft, Eheschliessung, Arbeitssuche, berufliche Veränderung und Karriere. Aber auch Flucht aus Krisengebieten, Verfolgung oder spirituelle Suche drängen Menschen dazu, ihre Heimatorte zu verlassen. Dieser Untersuchung liegt die Motivation Führen/Zustandekommen einer Partnerschaft zugrunde. Das Thema Partnerschaft ist dem siebten Haus eines Horoskops zugeordnet.

In Bezug zur Vorhypothese sollten sich bedeutsame Hinweise zum Herrscherplaneten des siebten Hauses zeigen, wenn jemand aufgrund einer erwünschten Nähe zu seinem Partner den derzeitigen Wohn- und Lebensort wechselt. Insofern lautet die detaillierte Formulierung der Vorhypothese, dass sich ein wichtiger Aspekt zwischen dem Herrscherplaneten des siebten Hauses und seiner standortastrologischen räumlichen Linie auf der Erdoberfläche ergibt, wenn eine Per­son ihren bisherigen Aufenthaltsort verlässt und zum Wohnsitz des Partners hin umzieht.

3. INSTRUMENTE

3.1 METHODEN

3.1.1 Datengewinnung zur Primärerhebung

Die Suche nach 12 Testpersonen verlief erfolgreich.
Folgende Kriterien galten als Voraussetzung zur Teilnahme: freiwillige Angaben – vollzogener Wohnortwechsel aufgrund der Motivation, eine Partnerschaft aufbauen und/oder erhalten zu wollen – der Wohnortwechsel ist aus dem einzigen Grund vollzogen worden – standesamtlich beglaubigte Geburtszeit oder Geburtszeit, die im Mutterpass eingetragen ist – Angaben der Orte, von welchem Wohnort weggezogen und zu welchem neuen Lebensort hingezogen wurde.

3.1.2 Geltende astrologische Konstellationen

Beurteilt wird nur der Planet, der über das siebte Haus des Horoskopeigners herrscht.

Anerkannte Planeten im astrologischen Sinn, die als Herrscher berücksichtigt werden, sind Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto.

Die Planeten herrschen über bestimmte Tierkreiszeichen und sind ihnen wie folgt zugeordnet:

Sonne → Löwe

Mond → Krebs

Merkur → Zwilling und Jungfrau

Venus → Stier und Waage

Mars → Widder; mitgeltend als alter Herrscher über Skorpion

Jupiter → Schütze; mitgeltend als alter Herrscher über Fische

Saturn → Steinbock; mitgeltend als alter Herrscher über Wassermann

Uranus → Wassermann

Neptun → Fische

Pluto → Skorpion

Die Deutungen der Planetenlinien und der Herrscherkonstellationen richten sich nach den Vorgaben der Transpersonalen Astrologie nach Michael Roscher.

3.1.3 Bestimmung des Standortes

Da das Geburtshoroskop die Grundlage der meisten Deutungen bildet, ist es schlüssig, das Horoskop in der Horizontansicht auf dem Geburtsort des Eigners anzulegen, um danach die standortastrologischen Planetenlinien zu bewerten. Eine von mir, und anderen Astrologiepraktizierenden wie Steve Cozzi, zunächst festgelegte Annahme geht jedoch davon aus, dass sich am neuen Aufenthaltsort ein weiteres Standorthoroskop entfaltet. Es wird mit denselben Geburtsdaten erstellt. Der eigentliche Geburtsort wird allerdings mit dem betreffenden Aufenthaltsort ausgetauscht. Dieses Unter-Standorthoroskop wirkt sich im Alltäglichen aus, sowie in grundlegenden Entscheidungen. Ich möchte dies an einem persönlichen Beispiel veranschaulichen. Die folgende Grafik bildet mein Horoskop ab:

abbildung

Und so sieht mein Horoskop in der Horizontansicht aus:

abbildung

Diese Grafik legt man jetzt z.B. an seinem Geburtsort an, wobei darauf zu achten ist, dass es exakt mit den Haupthimmelsrichtungen übereinstimmt. Da sich der Horizont jedoch krümmt, weil wir eben auf der Erde leben und nicht auf einem Teller, müssen sich die Planetenlinien “mitkrümmen”. Deswegen kommt man mit einer Horizontansicht nicht sehr weit…. Zum Glück gibt es sogenannte Local Space Karten. Mit Hilfe eines speziellen astrologischen Programms konnte ich alle Horoskope an den vorgegebenen Orten der Probanden in eine Local Space Karte verwandeln.

Aber zurück zu meinem Beispiel: Nach meinen beiden Praktikas verließ ich meine Heimatstadt Ulm, um meinen Ausbildungsplatz in Pforzheim anzutreten. Aus den vielen Bewerbungen erhielt ich von der Stadt Pforzheim die einzige Zusage hierfür. Von meiner Geburtsstadt Ulm ausgehend, entfalten sich im dazugehörigen Standorthoroskop die Planetenlinien auf diese Weise:

abbildung

(Ich hoffe, ihr könnt es einigermaßen gut erkennen.) Die Linie des Mondes verläuft zwischen Pforzheim und Calw, sie liegt somit ca. 10 km von Pforzheim entfernt (zur Berechnung der Entfernungen siehe Kapitel 3.2). Ich lebte hier drei Jahre zusammen mit meinen damaligen Mitstreiterinnen in einem Wohnheim. Wir pflegten regen Austausch und unternahmen viel in Gemeinschaft. Später übernahm ich die Rolle der Schulsprecherin. Nicht unbedingt eine Eigenschaft des Mondes, wenn er im herkömmlichen Sinn einer Mondlinie gedeutet wird. Der Mond herrscht jedoch über mein zweites (Gemeinschaft, Zugehörigkeit) und drittes Haus (Kommunikation) und befindet sich in Haus Elf (die individuelle Rolle in der Gesellschaft).

Nach der Ausbildung zog es mich zu Universitätskliniken hin. Ich bewarb mich dazu speziell in Städten, in denen es mir gefiel, d.h. in denen ich mir vorstellen konnte, mein Leben zu verbringen. Wieder erhielt ich nur eine Zusage, die mich nach Heidelberg brachte.

abbildung

Die Linie der Sonne verläuft direkt durch Heidelberg. Die Sonne ist der Herrscher meines vierten Hauses. Ich liebte es, in Heidelberg zu leben. Die Stadt wurde meine neue Heimat (Haus Vier). Genauso wie die Krankenstation, in der ich arbeitete. Ich unterhielt reichlich verschiedenste Kontakte, begann mit dem Erlernen von Fremdsprachen und bildete mich fachlich intensiv fort – ich eignete mir im großen Umfang neues Wissen an (Sonne in Haus Drei). Es viel mir sehr schwer aus Heidelberg wegzuziehen, aber der sehnsüchtige Wunsch nach einer beruflichen Veränderung und deren Erfüllung war stärker. Nach zwei Jahren entschloss ich mich, mein Leben in einer stattlichen Großstadt weiter zu führen. Ich zog dafür nur zwei Städte in Betracht: Hamburg oder München. Ich entschied mich – aus einem Bauchgefühl heraus – für München. München bot mir alles, wovon ich heute noch profitiere: lebendige Kommunikation und Vielfältigkeit, Lernmöglichkeiten und eine – damalige – reiche Auswahl an Arbeitsplätzen (Krankenhäuser). Ich suchte mir erst eine neue Anstellung, nachdem ich diese Entscheidung traf.

abbildung

Auch hier wirkt sich die Mondlinie erheblich aus. Die lange Zeit, die ich bereits in München verbringe, verbrachte ich zum größten Teil mit der Suche nach meinem Platz in der Welt, in der Gesellschaft (Mond in Haus Elf). Die Suche war meistens mit ‚Wissen’ und ‚Zugehörigkeit zu einer Gruppe’ (Häuser Zwei und Drei) verbunden. Je bauchbetonter eine Entscheidung war, umso mehr fand ich das Etwas, das sich für mich so schwer fassen ließ (Mond). Auch wenn der Platz gänzlich noch nicht gefunden ist, ich sehe mich ‚jetzt’ (Mond) klarer in der ‚Zukunft’ wirken (Haus Elf).

Anmerkung zu der Liniendurchquerung von Freising: die Distanz von Freising bis zum Münchner Stadtrand beträgt ca. 20 km. Auch wenn die Mondlinie eindeutiger durch Freising läuft, die größere Chancen zum Erreichen meines Ziels hatte ich aufgrund des mehrfachen Angebots und der Nachfragen in München. Derartige Überlegungen beziehe ich bei der Beurteilung von Planetenlinien mit ein.

Die Untersuchung nach einem kennzeichnenden Bezug des Herrschers von Haus Sieben zum neuen Lebensort geht vom obenabgebildeten Beispiel aus. Die jeweiligen Standorthoroskope der Teilnehmer werden auf die Wohnorte angelegt, aus denen sie ihren neuen Aufenthaltsort bezogen haben; der Geburtsort bleibt unberücksichtigt, bzw. er wird berücksichtigt, wenn er mit dem Wegzugsort gleichzusetzen ist.

3.2 MITTEL

3.2.1 Astrologische Programme und Entfernungsmesser

Die Horoskope der Testpersonen werden mit dem Programm Astroplus der Firma Astrocontact Software im Topozentrischen Häusersystem erstellt. Für die Darstellung der standortastrologischen Planetenlinien der Horizontansichten (Local Space) wird das Programm HORIZONS der Firma Matrix Software verwendet. Da die Linien bei den maximalen Vergrößerungen der Gebiete zum Teil verschwinden, wird eine Darstellung gewählt, die den besten Überblick der Linien zur Beurteilung wiedergibt.

Zur Berechnung der Entfernungen von den angegebenen Orten zu den entsprechenden Planetenlinien findet der Entfernungsmesser des Internetportals www.map24.de Anwendung. Dieser virtuelle Routenplaner verfügt über Karten von Deutschland, Europa und der Welt. Durch Anwählen des Entfernungsmessers können zwei Punkte per Luftlinie miteinander verbunden und die Entfernung in Kilometer angezeigt werden.


3.2.2 Bestimmung der Entfernungen

Zugelassen ist ein willkürlich festgelegter Abstand vom neuen Wohnort bis zur Linie des Siebthausherrscherplaneten von 50 km, da Großstädte teilweise einen erheblichen Durchmesser aufweisen. Die Lage des neuen Wohnortes kann sich demnach bis zu 50 km ‚rechts’ oder 50 km ‚links’ der Planetenlinie befinden, vom Standort der Stätte betrachtet, aus dem der Umzug vollzogen wurde.

Befinden sich am neuen Wohnort in einem Umkreis von 50 km mehr als eine Planetenlinie, werden alle Linien innerhalb dieser Reichweite zur Bewertung herangezogen. Alle Entfernungsmessungen werden in Luftlinien-Kilometer angegeben.

4. ANALYSE DER DATEN

Vorgehensweise bei der Untersuchung der einzelnen Fälle:

a. Definition des Herrschers über Haus Sieben – Veranschaulichung mittels der Horoskopgrafik der betreffenden Testperson

b. Benennung Ort des Wegzugs und des Hinzugs

c. Betrachtung der standortastrologischen Planetenlinien ausgehend vom Ort des Wegzugs mittels Local Space Karten – Ermittlung der eventuell vorhandenen Planetenlinien am neuen Wohnort und der dazugehörigen Planetenherrscher

d. Berechnung der Entfernungen

e. Beurteilung, ob ein Bezug zum Herrscherplaneten des siebten Hauses besteht

5. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

5.1 ERGEBNISSE IN ZAHLEN

Zwischen dem Herrscherplaneten des siebten Hauses und seiner standortastrologischen räumlichen Linie auf der Erdoberfläche stellt sich bei vier Testpersonen eine Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen dar.

In vier von zwölf Fällen wurden demnach die Anforderungen

  • vollzogener Wohnortwechsel aufgrund der Motivation, eine Partnerschaft aufbauen und/oder erhalten zu wollen; der Wohnortwechsel ist aus diesem einzigen Grund durchgeführt worden
  • die Standorthoroskope der Teilnehmer richten sich vom Wohnort zum neuen Aufenthaltsort aus
  • die standortastrologische Linie des Planeten, der über das siebte Haus des Horoskopeigners herrscht, liegt innerhalb der festgelegten Grenze
  • der willkürlich festgelegte Abstand vom neuen Wohnort bis zur Linie des Siebthausherrscherplaneten beträgt ≤ 50 km

erfüllt.

In drei Fällen liegt die Linie des Siebthausherrscherplaneten unter 100 km vom Zuzugsort entfernt.

Ebenso zeigt sich in zwei Fällen, dass der Herrscher des siebten Hauses vom gegenpolaren Planeten vertreten wird, und in einem weiteren Fall vom Parallelzeichenherrscher.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die Planeten in den Horoskopen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, deren Linien im gültigen Einzugsbereich von ≤ 50 km vom Zuzugsort verlaufen. Einmal in ihrer Funktion eines Herrschers und ein weiteres Mal in dem Haus, in dem sie sich aufhalten (inkl. eines alten Herrschers und den Siebthausherrscherplaneten).

Als Herrscher

übe­r

Häufigkeit

Aufenthalt in

Häufigkeit

Haus 1 – AC

4

Haus 1

1

Haus 2

2

Haus 2

0

Haus 3

5

Haus 3

1

Haus 4 – IC

5

Haus 4

0

Haus 5

1

Haus 5

1

Haus 6

4

Haus 6

2

Haus 7 – DC

4

Haus 7

5

Haus 8

4

Haus 8

5

Haus 9

1

Haus 9

1

Haus 10 – MC

1

Haus 10

4

Haus 11

3

Haus 11

3

Haus 12

1

Haus 12

1

Als betroffene Planeten fallen diejenigen auf, die über die Häuser Eins (Aszendenten), Drei, Vier (Imum Coeli), Sechs, Sieben (Deszendent) und Acht herrschen.

Hausbetonungen zeigen sich in den Häusern Sieben, Acht und Zehn.

5.2. INTERPRETATION UND BEURTEILUNG

Eine erste eindeutige Signifikanz zu dem Herrscherplaneten des siebten Hauses lässt sich hiermit nicht feststellen, weil das Ergebnis unter der 50%-Marke liegt. Immerhin ergibt sich eine 33%ige Übereinstimmung zur Vorhypthese. Werden die drei Fälle miteinbezogen, bei denen die Siebthausherrscherlinie in einer Entfernung unter 100 km vom Zuzugsort verläuft, liegt das Ergebnis bei 58,3%.

Trotzdem die Anforderungen nur zu einem Drittel erfüllt wurden, kann dennoch keine klare Aussage über wahre oder unhaltbare Annahmen getroffen werden. Die unterschiedlichen Beispiele weisen nach Beendigung der Erhebung Lücken in den geltenden und nicht geltenden Kriterien auf, die sich aus der näheren Betrachtung im Gesamtzusammenhang ergeben.

Verlaufen die Linien, wie bei einer Testperson, über Gewässer, so liegt es nahe, dass der Betreffende einen Ort auswählt, der sich an der Küste oder im Landesinneren befindet.

Wenn die betreffende Herrscherplanetenlinie augenscheinlich zu weit vom neu gewählten Lebensort entfernt liegt, gilt es zu bedenken, dass sich die Person den Ort auswählen könnte, der ihr eine größere Bandbreite an Möglichkeiten bietet, um möglichst vielen Bedürfnissen (z.B. Lebensqualität) und Faktoren (z.B. Arbeitsplätze) gerecht zu werden. Oder ein bestimmter Ort ist unter Umständen vorgegeben, wie in den obengenannten beschriebenen Fällen. Hier war der neue Aufenthaltsort insofern vorbestimmt, weil die Testpersonen zum bereits bestehenden Lebensort des Partners oder der Partnerin hingezogen sind.

Eine Standardisierung der zulässigen Entfernungsgrenze wird demzufolge unter Berücksichtigung der nachstehenden Einflussgrößen auszutarieren sein:

  • Welche Orte für den Horoskopeigner seinem Leben dienlich sind (z.B. Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplatz, Infrastruktur)
  • Entscheidet sich die Person selbst für einen bestimmten Ort
  • Befinden sich überhaupt Orte auf und/oder an den Herrscherplanetenlinien (z.B. Wüste, Meer, Ozean, Insel, Einöde, Wälder, Gebirge)
  • Werden Landesgrenzen überschritten; müssen kulturelle und/oder religionsspezifische Lebensweisen aufgegeben werden
  • Fällt die Entscheidung, den Lebensort zu wechseln, unter Druck aus, wie es z.B. bei Flucht aus Krisengebieten oder aus politischen Gründen sein könnte, sprich besteht zu wenig Zeit, sich einen geeigneten neuen Wohnort zu suchen, spielen evtl. die individuellen standortastrologischen Linien keine Rolle

Weist der Wegzug- zum Zuzugort eine sehr geringe Distanz auf, wie sich in einem Fall zeigt, gilt dies als kritisch zu betrachten, gleichwohl die Anforderungen erfüllt wurden. Denn die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass in einem Umkreis von einigen Kilometern standortastrologische Linien über den Zuzugsort verlaufen, als wenn der neue Wohnort Hunderte oder gar Tausende Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt liegt. Weiterhin ist zu beachten, dass sich das bisherige Umfeld der Person kaum verändern würde. Wie aussagekräftig eine diesbezügliche Bestätigung der These ist, bleibt vorerst ungeklärt.

5.3. ERKENNTNISGEWINN FÜR DIE ASTROLOGIE DES ORTES

Die Untersuchung weist auf Handlungsbedarf in der Forschung nach den ungeklärten Anforderungen und Einflussgrößen hin. Bevor Aussagen getroffen werden können, wie die standortastrologischen Planetenlinien in der Deutung einzusetzen sind, empfiehlt sich eine flächendeckende Überprüfung der Hypothese.

Auch wenn keine handfeste Aussage getroffen werden kann, sticht dennoch die Tatsache hervor, dass Venus, als der klassische Planet der Liebe und Partnerschaft, keine wesentliche Rolle in ihrer meist zugewiesenen Funktion spielt.

5.4 OFFENE FRAGEN UND AUSBLICK

Viele Fragen bedürfen hinsichtlich der Einflussgrößen auf die jeweiligen Hausherrscherlinien einer Klärung. Das Festlegen der Entfernungsgrenze kann erst erfolgen, wenn nachstehende technische und realistische Überlegungen miteinbezogen und erforscht werden.

5.4.1 Technische Überlegungen

Verlaufen mehrere standortastrologische Linien über und/oder entlang der betreffenden Orte, gilt es herauszufinden, ob dadurch eine Aussagenverzerrung erreicht wird, die eine Deutung erschwert. Je breiter das Spektrum von Möglichkeiten für die Person an einem Ort ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Person für eine diesbezügliche Stätte entscheidet. Dabei könnte es sein, dass andere Einflüsse den neuen Lebensort im Prozess des Beschlusses mitbestimmen, und nicht der eigentliche Grund eine vordergründige Rolle bei der Auswahl des Ortes spielt.

Ob und zu wieviel Prozent Parallelzeichenherrscher und gegenpolare Planeten Gewichtung erlangen, könnte sich als Nebenprodukt aus den gewonnenen Erkennntissen ergeben. In der Prognose lautet einer der Grundsätze, dass sich Parallelzeichenherrscher immer auslösen. Sollte sich dies auch in der Astrologie des Standortes herausstellen, würden sich die räumlichen Möglichkeiten für bestimmte Themen erweitern.

In der oben abgebildeten Tabellenübersicht zeigt sich bei den Häusern Sieben, Acht und Zehn, dass Planeten, die sich in diesen Häusern aufhalten, genauso eine Wirkung in der Ausführung haben könnten, wie die Herrscherplaneten des siebten Hauses. Es empfiehlt sich daher eine Untersuchung, die in zwei Gliederungsarmen aufgeteilt wird. Der eine Arm überprüft die Herrscherplaneten, und der andere die Planeten, die sich in dem themenbezogenen Haus aufhalten.

5.4.2 Praxisbezogene Überlegungen

Bei allen Untersuchungsmethoden ist es von enormer Wichtigkeit, bereits im Vorfeld das jeweilige Thema klar einem Haus zuzuordnen, um das es bei räumlichen Bewegungen von Menschen geht. In dieser Überprüfung z.B. war es von Nutzem, das Thema Partnerschaft (Haus Sieben) vom Thema Ehe (Haus Acht) abzugrenzen. Zuviele Überschneidungen und demzufolge verzerrte Ergebnisse hätten die Folge sein können. In der Betrachtung und Auswertung verhilft eine eindeutige Zuordnung zu mehr Objektivität, um verfälschten Aussagen entgegenzuwirken.

Auch wenn der hier stattgefundenen Auswahl mittels einziger Motivation von Seiten der Testpersonen gerecht wurde, muss bedacht werden, dass Entscheidungen zu 90% vom Unbewusstsein gesteuert werden[1]. Aus der Tabelle geh­t hervor, dass zur ausgeführten Bewegung, die unter der Motivation stand, dem Partner näher zu sein, mehr Häuserherrscher zur Ausführung beigetragen haben könnten, als nur der Siebthausherrscherplanet. Die Herrscher über Haus Sieben (Partnerschaft) und Acht (eine Partnerschaft verbindend zu machen) erklären sich in diesem Fall von selbst, d.h. sie bestätigen einen Zusammenhang, der in der Vorhypothese beschrieben ist. Interessanterweise heben sich die Herrscher aus dem ersten (Aszendent, Haus Drei) und zweiten Quadranten (Imum Coeli, Haus Sechs) ab. Der erste Quadrant bildet das Unwillkürliche und unbewusst Physische ab, der zweite das unbewusst Psychische. Initiative (Aszendent), Mobilität/Bewegung (Haus Drei), Heimat aufgeben / sich neu verwurzeln (Imum Coeli) und Aussteuerung / Alltagsbewältigung (Haus Sechs) weisen auf derartige unbewusste Steuerungsmechanismen hin, die an diesen gewählten Plätzen zu einem Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit geführt haben könnten. Um die unbewussten Beweggründe von Menschen herauszufiltern, bedarf es den Einsatz von stichprobenartigen Interviews. Im direkten Kontakt ergibt sich oft ein genaueres Bild, das in der Überprüfung der Motivationen zum Vorschein treten kann. Versteckte, unbewusste Informationen verhelfen zu einer dienlichen Auswahl von Testpersonen und lassen das Ergebnis klarer zu Tage treten.

Die Frage, welcher Ort als eigentlicher Ausgangspunkt anzuwenden ist, lässt in dieser speziellen Untersuchung einen weiteren Einfall zu. In erster Linie bleibt zwar noch ungeklärt, ob der Geburtsort eines Menschen in jeder Richtung prägend ist. Aber bei dem Thema Partnerschaft keimt der Gedanke auf, dass jener Ort von größerer Wichtigkeit sein könnte, in dem die erste Begegnung oder der erste Kontakt stattfand. Wenn sich dies bestätigen würde, wäre es untersuchungstechnisch sinnvoll, alle Entscheidungen, so fern sie bewusst wie unbewusst nachvollziehbar sind, am Ort des ersten Gedankens standortastrologisch auszusteuern (siehe mein persönliches Beispiel).

Verlaufen standortastrologische Linien in unwegsamen Gebieten, wäre es spannend zu beobachten, wie sich die Häuserherrscherlinien bei Menschen auswirken, die ihr Leben tatsächlich nach dem Meer ausrichten und es auf Bohrinseln oder auf Schiffen verbringen. Forscher, die es in die Antarktis oder in Regenwälder verschlägt, Einsiedler und Piloten sind weitere Bespiele, die Aufschluss über die räumlichen Wirkungen eines Horoskops geben könnten.

5.4.3 Ausblick

In dem Bestreben, räumliche Wirkungen von Horoskopen zu erforschen, wird sich zeigen, wie hoch die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit derartigen Instrumenten ist. Die Astrologie des Standortes bietet höchstwahrscheinlich ein noch unermessliches Potential an zusätzlichen Möglichkeiten für jedes menschliche Individuum, um vorhandene Ressourcen auszubauen und um bestimmte Entwicklungen zu fördern.

Wenn sich die individuellen standortastrologischen Linien erforschen lassen, wird zu überlegen sein, ob sich etwaige kollektive Linien eines ganzen Volkes und/oder ethnischen Einheiten beschreiben lassen. Konstruktiv eingesetzt entspräche dies z.B. einem Mittel, um Völkerverständigung voranzutreiben, gemeinsame bautechnische Projekte zu verwirklichen oder um den Menschen eine Erklärung ihrer aktuellen Situation geben zu können, die sie durch die Verletzungen einer bestehenden Diaspora (griech. Verstreutheit) erfahren haben. Quasi im getrennten Einssein eine Aufgabe ihres Volkes zu erfüllen, um Sinn und Heilung zu erfahren.

Im bewussteren Gestalten des eigenen Lebens, auch anhand von räumlichen Bewegungen und Veränderungen, wird verantwortliches Handeln und Eigenmächtigkeit hervorgerufen. Die Astrologie des Standortes kann ein weiteres Instrument zur schöpferischen Nutzung der menschlichen Ressourcen sein. Die Entscheidung dafür liegt bei jedem selbst.

Die Zukunft beginnt in jedem Augenblick.

LITERATUR

Cozzi, Steve:
Die Astrologie des Standortes und ihre Bedeutung im Geburtshoroskop, Chiron Verlag, Mössingen 1993

Lewis, Jim:
Astro*Carto*Graphy, 3. Aufl., Edition Astrodata, Wettswil 1993

Roth, Gerhard:
90 Prozent sind unbewusst, Psychologie Heute, Beltz Verlag, Weinheim 2002, S. 44


[1] Roth, Gerhard, Psychologie Heute, 02/2002, Seite 44: „…ungefähr 90 Prozent des Gehirns sind unbewusst, nämlich das gesamte Gehirn außerhalb des Kortex und ein großer Teil der Großhirnrinde selbst. … Ich erlebe mich als denkend, fühlend, wahrnehmend oder entscheidend, und ich nehme die 90 Prozent des Gehirns, die mich dazu bringen, nicht wahr.“

 

© 2008 Dagmar Wäscher @ 31. Mai 2008

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