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Sabine Bends

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Mystische Symbolik der Venus

Zeitqualität | Noch keine Kommentare |

abbildungSeit Tagen steht Venus nun stationär auf 2 Grad Jungfrau und wird auch noch bis Ende nächster Woche dort bleiben, wenn sie morgen langsam, ganz langsam ihren Rückwärtsgang antritt. Es ist extrem selten, dass Venus ihre Kraft so lange einem bestimmten Tierkreisgrad schenkt.

Ich habe gestern eine Karte für die Zeitqualität gezogen, aus dem Deck der mystischen Lenormandkarten, und es war “Das Kreuz”, die letzte Karte des Decks, die auch für das 12. Haus steht, für schicksalhafte Prüfungen. Dann hatte ich eben das Gefühl, ich müsse das Sabische Symbol für diesen Grad mal nachschauen und schlug Dane Rudhyars “Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein” auf, eine Interpretation der 360 Tierkreisgrade. Rudhyar schreibt dort auf Seite 137:

“Phase 152 (2 Grad Jungfrau): Ein großes weißes Kreuz beherrscht die Landschaft.

Schlüssel: Weisheit und Mitgefühl, die nur die Erfahrung von Leiden und Isolation mit sich bringen können.

Das Individuum muß über den Zustand der Subjektivität hinaus gelangt sein, um wirklich objektiv zu sehen und zu unterscheiden. Es muß gelernt haben, Abstand zu wahren, und das ist eine Lektion, die keiner lernen kann ohne die Kreuzigung des egozentrierten, emotionalen Lebens. In der okkulten Tradition muß das Auge, das sieht, gewaschen sein vom Blut des Herzens. Die Erfahrung des Kreuzes beherrscht den mystischen Weg, der zur Initiation führt, d.h. zum Tor zu einem größeren Bereich von Aktivität und Beisammensein mit einr erhabenen Gemeinschaft vollkommen gewordener Wesen.”

Wer besser könnte uns dies lehren als eine stationäre und rückläufige Venus, die Herrscherin über alle Verbindungen? Abstand wahren, von der Außenwelt, von den eigenen emotionalen Anhaftungen, das ist die ursprüngliche Aufgabe der rückläufigen Venus, die uns zurück zieht in uns selbst. Nicht in unser Denken und Fühlen, sondern in unser Sein. Da wo alle Verbindung erst eigentlich beginnt.

Welch Weh und Ach,
als das Herz aus Glas zerbrach!
Kleine Splitter aller Orten,
die ins nackte Fleisch sich bohrten,
ihm das Leben zu nehmen drohten.

Hilferufe von dem echten
schollen herauf zu dem Gerechten,
sein Leben zu stützen,
es zu beschützen.

Er sprach:

“Was rufst Du mich?
Hab’ ich Dir nicht
die Fesseln aus Glas gesprengt
und Dir Dein Leben geschenkt?”

Dankbarkeit für seinen Schmerz
erfüllte nun das blutende Herz.
Ob lebendig oder tot,
es wußte um den Sinn der Not
und hatte verstanden das erste Gebot.

Sabine Bends

© 2007 Sabine Bends @ 27. Juli 2007

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