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Christopher Weidner

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7 Kommentare

  1. Sigrid
    20. Januar 2008 @ 16:52

    Lieber Christopher,
    auf deine Frage , was haben wir mit Pluto im Schützen gelernt, würde ich sagen im besten Fall ein kosmopolitisches Selbstverständnis.
    Mit Pluto im Steinbock erwarte ich mir mehr allgemeines Bedürfnis nach Struktur, Einfachheit, Grenzen, Klarheit.Wahrscheinlich werden wir viel Altes und Gewohntes aufgeben müssen.
    Der geläuterte Optimismus der Pluto Jupiter Jahre wird uns hoffentlich helfen, keimenden Pessimismus, übergroßer Strenge und Vorsicht in den nächsten Jahren nicht all zu viel Raum zu geben.
    Meine innere Vision der Aufgabe Plutos im Steinbock wäre in eine individuelle Angemessenheit zu finden, denn das scheint in den Pluto Schütze Jahren verlorengegangen zu sein: das innere Maß.
    herzliche Grüße
    Sigrid

  2. Heike
    Heike Hoyer
    21. Januar 2008 @ 15:25

    Lieber Christopher,
    vielen Dank für deinen Artikel. Am meisten hat mich beeindruckt, wie du die Konstellation Saturn/Pluto in übergreifende Zusammenhänge einordnest, um von daher abzuleiten, aus welcher Perspektive man sie wie interpretieren kann und wie nicht.
    Das Einzige, was ich nicht ganz nachvollziehen kann: du beschreibst Pluto ausschließlich als kollektives Verhalten mit Bezug auf die ganze Menschheit. Die ganze Menschheit ist m.E. aber nur ein Bezugsrahmen – nämlich der größtmögliche und damit aber auch der allgemeinste – und bei den meisten kollektiven Prozessen ist es praktikabler und sinnvoller, sich auf kleinere “Unterkollektive” zu beschränken, wie Staaten, Parteien oder Familien, weil man dadurch zu spezifischeren Aussagen kommen kann. Oder habe ich dich irgendwie falsch verstanden? – Freue mich schon auf die Fortsetzung!
    Liebe Grüße Heike

  3. Christopher Weidner
    astrophoenix
    23. Januar 2008 @ 17:47

    Liebe Sigrid! Vielen Dank für dein Feedback. In meinem zweiten Teil des Artikels werde ich darauf noch näher eingehen.

    Liebe Heike! Auch dir vielen Dank für deine Rückmeldung! Für mich ist Pluto tatsächlich der maximale Rahmen, in den wir Menschen gestellt sind. Das ist so etwas wie die Menschheit oder auch die “Welt”. Kleinere Einheiten ordne ich eher Jupiter und Saturn zu, wobei es natürlich fließende Übergänge gibt und Zweifelsfälle. Ob Staaten zum Beispiel eher als transpersonal (4. Regelkreis) oder eher gesellschaftlich (3. Regelkreis) zu werten sind, hängt vielleicht vom Standpunkt ab. Doch eine direkte “Wirkung” von Pluto auf die Familien sehe ich weniger. natürlich sind Familien wieder eingebettet in überpersönliche Zusammenhänge, aber einen unmittelbaren Zusammenhang würde ich nicht postulieren.

    Herzliche Grüße,
    Christopher

  4. Myriad
    25. Januar 2008 @ 10:23

    lieber christoph, danke für deinen sehr konstruktiven zugang, den pluto.transit im steinbock nicht geschichtlich aufrollen zu wollen. wenn er etwas transformiert, dann eben alte (traditionelle) strukturen, also dann wohl auch die, die gerne (astrologie) geschichtlich betrachtet werden. finde deinen “vergleich” zur 9/11 konstellation von saturn und pluto auch sehr interessant, wenngleich da die zeichenstellung der beiden planeten wohl auch noch eine eigene bedeutung zulässt. ich würde sagen, dass trotzdem jede transformation beim einzelnen menschen selbst beginnt/beginnen muss, auch wenn wir ständig in ein kollektiv eingebunden sind. interessanter weise steht der pluto.transit seit geraumer zeit (und wird es auch noch länger) laut human design (mein “anderer” zugang) in tor 10 (i ging) das auftreten, das verhalten des selbst. das selbst wird hier als höheres selbst gemeint und nicht als ego, was ja die anbindung an ein größeres ganzes wieder beinhaltet :) ganz wichtig scheint mir auch zu sein, dass es ein “korrektes” verhalten des selbst nur dann möglich ist, wenn wir im hier und jetzt leben! damit sind auch weitgehende “spekulationen” ausgeschlossen, was die zukunft aufgrund vergangener ereignisse bringen könnte. aber das hast du ja auf deine weise gut dargestellt. Danke.
    LG
    Ingeborg

  5. Pluto im Steinbock für Anfänger und Fortgeschrittene « irene dietrich - federleicht
    30. Januar 2008 @ 13:27

    [...] Christopher Weidner plädiert in einem ersten Teil seines Beitrages “Pluto im Steinbock” für eine gegenwartsbezogene Deutung, die sich nicht (nur) auf die historischen Parallelen von 1776 (Gründung der USA) und 1517 (Beginn der Reformation) stützt. [...]

  6. Astro-Fox
    Astro-Fox
    25. Februar 2008 @ 22:23

    Hallo Leser und Leserinnen,
    “Samenbank im ewigen Eis” – in Spitzbergen werden Samen (Pluto) aller Pflanzen gesammelt, gelagert und konserviert (Saturn).
    Auf eine Nachricht wie diese habe ich gewartet.
    Am 26.Feb soll offizielle Eröffnung sein.
    Ich habe momentan aber noch zu wenig Informationen für ein eigenes Posting mit ausführlicheren astrologischen Bezügen.
    (siehe auch: “Svalbard Global Seed Vault”
    * Astro-Fox *

  7. Astro-Fox
    Astro-Fox
    25. Februar 2008 @ 22:24

    Hallo Leser und Leserinnen,
    “Samenbank im ewigen Eis” – in Spitzbergen werden Samen (Pluto) aller Pflanzen gesammelt, gelagert und konserviert (Steinbock).
    Auf eine Nachricht wie diese habe ich gewartet.
    Am 26.Feb soll offizielle Eröffnung sein.
    Ich habe momentan aber noch zu wenig Informationen für ein eigenes Posting mit ausführlicheren astrologischen Bezügen.
    (siehe auch: “Svalbard Global Seed Vault”
    * Astro-Fox *

Pluto in Steinbock – Handeln in einer vernetzten Welt (1)

Zeitqualität | (7) Kommentare |

Pluto in SteinbockAm 26. Januar 2008 – so gegen halb vier Uhr in der Früh – vollzieht sich ein Wandel, den wir schon lange im Blick haben und den viele von uns mit banger Erwartung betrachten: Pluto wechselt in das Tierkreiszeichen Steinbock. Ich möchte mich ein weiteres Mal diesem Ereignis nähern und weitere Facetten hinzufügen, in der Absicht, die Chancen und Herausforderungen dieser Konstellation zu vertiefen, denn ich bin überzeugt: das weltpolitische Geschehen, das wir mit diesem Übergang verbinden, wird von uns aus einer Warte betrachtet, die noch stark geprägt ist von dem, was wir in der Phase erlebt haben, als Pluto durch den Schützen wanderte.

Warum uns historische Parallelen wenig Information bieten

Anders gesprochen: Unsere Erfahrungen in der Schütze-Phase beeinflussen und beeinträchtigen nicht selten unsere Wahrnehmung auf das, was wir von der Steinbock-Phase erwarten. Dabei können wir gar nicht wissen, was uns in dieser Phase erwartet, denn noch niemals zuvor hat die Menschheit bewusst erlebt, wie Pluto in den Steinbock ging: Pluto wurde erst 1930 entdeckt – wir verfügen als Astrologen nicht einmal über 80 Jahre Erfahrung mit diesem astrologischen Prinzip. Zwar mag man einwenden, dass wir ja aus dem Zusammenhang früherer Übergänge mit historischen Ereignissen etwas ableiten können, doch möchte ich dazu Folgendes zu bedenken geben: (1) Gibt es nicht möglicherweise einen Grund dafür, dass Pluto erst 1930 entdeckt wurde? Und könnte dieser Grund nicht gerade darin bestehen, dass das, was Pluto astrologisch symbolisiert, erst zu diesem Zeitpunkt für das menschliche Bewusstsein relevant wurde? Anders gesprochen: Könnte es nicht sein, dass die Menschen vor der Entdeckung Plutos, die Themen, die wir mit Pluto verbinden, noch gar nicht brauchten? Wenn dies so ist, dann ist die Untersuchung von Plutostellungen vor dem Jahre 1930 sinnlos und eine Spielerei. (2) Selbst wenn wir davon ausgingen, dass wir aus historischen Ereignissen etwas über die Bedeutung von Pluto im Steinbock ablesen könnten (zuletzt fand der Wechsel 1762 statt), so müssen wir uns mit der Tatsache konfrontieren, dass wir nur als Menschen der Jetzt-Zeit auf diese Ereignisse zurückblicken können – wir können nicht anders, als durch die Brille unserer Gegenwart sehen, und entsprechend werden wir das, was wir dort zu erkennen glauben, auch bewerten. Es ist ein höchst selektiver Blick, der niemals in der Lage sein wird, umfassend zu erfahren, wie es den Menschen damals wirklich ging, wie sie lebten, fühlten und dachten. Und wissen wir nicht zu genüge, dass die rückblickende Betrachtung der Geschichte stets auch von der Absicht des Betrachtenden abhängt? Findet nicht jeder in den Weiten und Tiefen der Historie genau das, was er zur Bestätigung seiner Ansichten dort zu finden erwartet? Diese Überlegungen lassen mich zweifeln, ob es wirklich sinnvoll ist, aus historischen Parallelen Erkenntnisse darüber zu gewinnen, was uns mit dem Übergang von Pluto in den Steinbock noch alles begegnen mag.

Saturn/Pluto – Erinnerung an den 11. September 2001

Und doch gibt es eine historische Parallele, an die wir alle uns noch erinnern können, und die für viele die Keimsituation dessen ist, was wir gegenwärtig auch an Besorgniserregendem erleben: die Anschläge auf das World-Trade-Center vom 11. September 2001. Welche astrologische Parallele können wir feststellen? Astrologisch waren diese Ereignisse eingebettet in eine Saturn-Pluto-Opposition – und die Konstellation Saturn/Pluto wiederholt sich nun auf einer übergeordneten Ebene in der Position von Pluto in Steinbock. Die Entwicklungen, die damals ihren offensichtlichen Ausgangspunkt genommen haben, werden nun zu einem Grundtenor des Weltgeschehens, so vielleicht die Befürchtungen. Tatsächlich können alle Ereignisse, die uns gegenwärtig in fürchterliche Dilemmata bringen, auf diese Zeit zurückgeführt werden – ob Online-Überwachung, Guantanamo, biometrische Daten auf Ausweisen, religiöser Fanatismus, Islam-Diskussion usw. Viele Ängste, die mit dem Zeichenwechsel des Pluto verbunden werden, können meines Erachtens aus dieser Erinnerung an den „11. September“ begreifbar werden. Meine Befürchtung ist jedoch, dass wir uns dadurch den Blick auf die Chancen dieser Konstellation verstellen. Mein Beitrag soll nichts beschönigen, doch gehe ich grundsätzlich erst einmal davon aus, dass Pluto wie jedes andere Prinzip in der Astrologie zunächst einmal wertneutral oder besser noch: allparteilich betrachtet werden kann. Der Übergang von Pluto in den Steinbock ist erst einmal nichts anderes als das: ein Zeichenwechsel eines Planeten. Aus astrologischer Sicht verändert sich etwas dadurch. Ob der Unterschied, der von uns daraus gebildet werden kann, gut ist oder schlecht ist, liegt nicht in der Konstellation selbst begründet, sondern im Auge des Betrachters. Es ist wie mit jeder anderen Konstellation im Horoskop: wenn ich mit dem Herzen der Angst auf sie blicke, werde ich Angst in ihr finden. Blicke ich mit dem Herzen der freudigen Erwartung auf sie, dann werde ich Anlass zur Freude spüren. Die Interpretation ist also eine Angelegenheit meiner inneren Einstellung.

Vom individuellen zum kollektiven Pluto

Hier denke ich müssen wir sehr klar unterscheiden zwischen den individuellen Erfahrungen, die viele von uns mit Pluto verbinden, und dem, was Pluto als kollektives Prinzip für die Entwicklung der Menschheit bedeutet.

Wenn ich in Vorträgen nach Erfahrungen mit dem Pluto-Prinzip frage, bekomme ich in der Regel viele Antworten, die davon handeln, wie sich jemand unter Druck gefühlt hat, wie sich Veränderungen einstellten, die einerseits als unangenehm, oft schmerzhaft erlebt wurden, andererseits aber auch den Charakter einer Transformation hatten. Positive Erlebnisse im engeren Sinne werden seltener damit verbunden. Ich erkläre mir das so, dass plutonische Veränderungen oft mit einem unwiderbringlichen Opfer einhergehen, dessen Wert erst im Nachhinein erkennbar wird, während der Prozess des Loslassens selbst eher mit Gefühlen der Ohnmacht und des „Gelebtwerdens“ empfunden wird. Pluto ist ein transpersonaler Planet, das heißt dass er mit Kräften in Zusammenhang gedacht werden kann, die über den Zugriff unseres persönlichen Bewusstsein hinausgehen. Pluto ist für uns im individuellen Leben ein Prinzip, über das wir aus diesem Grund nicht so selbstverständlich verfügen, wie über die Planeten von Sonne bis Saturn, denn es bedarf eines Bewusstseins für größerer Zusammenhänge als die, die ich als Individuum aktiv gestalten kann. Natürlich haben meine Handlungen auch Auswirkungen auf den transpersonalen Bereich, doch sind die Effekte, die mein persönliches Handeln dort haben, in der Regel nicht einfach in den uns vertrauten Kategorien von Ursache und Wirkung zu verstehen. Als Teil der Welt hat mein Verhalten natürlich Auswirkungen auf das Ganze – doch es ist wesentlich schlechter für uns als Individuum abzuschätzen, wie diese Auswirkungen ausfallen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich einen Lichtschalter betätige und ich unmittelbar merken kann, dass es dadurch heller wird in meinem Zimmer, oder ob ich tatsächlich merke, wie durch dieses Handeln an einer anderen Stelle der Welt die CO2-Emissionen steigen und ich somit aktiver Teil des Klimawandels bin.

Pluto – das kollektive Handeln in einer vernetzten Welt

Dass unser Verhalten auch überpersönliche Auswirkungen hat, ist Teil des plutonischen Prinzips. In der Transpersonalen Astrologie (TPA) nach Michael Roscher ist Pluto das Prinzip des kollektiven Handelns, gewissermaßen die ins Überpersönliche gesteigerte Fähigkeit des Menschen, durch seine Handlungen die Welt schöpferisch zu gestalten. Pluto ist astrologisch gesehen auf der kollektiven Ebene das, was auf der individuellen Ebene die Sonne ist. Wenn wir den Übergang Plutos in den Steinbock betrachten, entfernen wir uns gänzlich von der individuellen Ebene Plutos, die oft als „Schicksal“ erlebt wird, weil wir die Zusammenhänge zwischen dem, was uns unter dem Signum Plutos widerfährt, und unseren Handlungen nicht auf den ersten Blick erfassen können. Umso leichter erleben wir plutonische Themen aus der Opferrolle heraus und sehen weniger gut den aktiven Teil, den wir dazu geleistet haben. Auf der Ebene des Tierkreises ist es jedoch müßig von einer individuellen Bedeutung von Konstellationen zu sprechen, wenn es um Pluto geht. Hier haben wir es mit Generationsthemen zu tun, in die alle Menschen gleichermaßen eingebettet sind. Aus dieser Perspektive sollten wir sehr vorsichtig sein, wenn wir aus unseren individuellen Erfahrungen auf die Bedeutung von Pluto in Steinbock schließen, denn wo wir ihn als Individuum in unangenehmer Erinnerung haben, steht Pluto im Zeichen einfach nur für einen Fähigkeit, die der gesamten Menschheit zur Verfügung steht, und die ich mit kollektivem Handeln übersetzen möchte. Darunter verstehe ich die Summe aller Handlungen aller Menschen auf diesem Planeten und die kreative Kraft, die dadurch entsteht – und die Welt für immer verändert. So gesehen erscheint es sinnvoll, dass Pluto erst im 20. Jahrhundert entdeckt wurde, denn das Bewusstsein für die globale Vernetzung und die systemischen Auswirkungen der Handlungen des Einzelnen auf das Ganze wurden erst in diesem Jahrhundert ausreichend bewusst und thematisiert. Wir brauchen Pluto erst jetzt, denn er stellt die Fähigkeit des Menschen dar, sich mit seine Handlungen als Teil eines gewaltigen Netzwerkes zu verstehen, in dem sein individuelles Dasein nicht mehr nur im Rahmen seines begrenzten Bewusstseins eine Rolle spielt, sondern eingebettet ist in das Schicksal der Menschheit. Mein eigenes Schicksal ist eng verbunden mit dem Schicksal der Menschheit. Ändere ich mein Schicksal, und tue ich dies nicht alleine, sondern in einer ausreichend großen Zahl, kann ich auch das Schicksal der Menschheit verändern.

Pluto entspricht den Möglichkeiten des kollektiven Verhaltens der Menschheit. Wir können also an Plutos Position im Steinbock ablesen, welche Eigenschaften im kollektiven Verhalten besonders deutlich werden können, und zwar in der gesamten Palette der Möglichkeiten, die Steinbock uns zur Verfügung stellt. Es ist gewissermaßen der Fundus an Verhaltensweisen und Handlungsstrategien, die diese Zeitphase für uns öffnet. Dabei müssen wir uns immer wieder vor Augen halten, dass wir auf keine Erfahrungswerte als Menschheit zurückgreifen können, wenn es darum geht, um zu entscheiden, welche Strategien nun die richtigen oder die falschen sind. Die Reise von Pluto durch den Steinbock ist daher in erster Linie ein Lernprozess: wir lernen erst im Umgang mit den Eigenschaften des Steinbocks, sie so zu nutzen, dass wir uns den Herausforderungen, die sich uns als Menschheit stellen, stellen können – learning by doing.

Der Wendepunkt

Dennoch können wir den Versuch wagen, die Chancen dieser Konstellation auch aus unserer Erfahrung abzuleiten, doch müssen wir dazu nicht tief in Mottenkiste der Geschichte greifen, sondern können uns der jüngeren Vergangenheit zuwenden – das astrologisch-systemische Denken erlaubt uns, Zusammenhänge zwischen bereits gemachten Erfahrungen und möglichen künftigen herzustellen, denn ganz ahnungslos sind wir nicht: wir wissen sehr viel über die Merkmale des Wechsels von einem Zeichen in das nächste. Dreh- und Angelpunkt ist die Wende vom Schützen in den Steinbock und die Überlegung, dass Steinbock auf den Themen des Schützen zwingend aufbaut. Man könnte auch sagen: Das, was sich im Schützen entwickelt hat findet seine sinnvolle Weiterentwicklung im Steinbock. Wenn wir also eine Ahnung davon bekommen, was der Durchgang Plutos durch den Schützen bedeutet hat, dann können wir aufgrund der uns bekannten Dynamik zwischen den beiden Zeichen Schlüsse ziehen, was uns beim Durchgang Plutos durch den Steinbock erwarten mag im Sinne einer Fortsetzung der Themen auf einer neuen Ebene.

Was wir über Pluto im Schützen sagen und was wir daraus für die Steinbock-Phase seiner Reise durch den Tierkreis schließen können, soll Gegenstand des zweiten Teils dieses Artikels sein. Außerdem werden wir uns mit dem Zeichenübergang im Sinne der Kritischen Grade nach Michael Roscher beschäftigen, um herauszufinden, warum wir diesen Zeichenwechsel gerade so erleben, wie wir ihn erleben.
Bis dahin möchte ich Sie einladen, über folgende Fragen nachzudenken:

  • Was haben wir als Menschheit mit Pluto im Schützen gelernt? Mit welchen Errungenschaften verlassen wir diese Phase?
  • Was können wir als Menschheit mit Pluto im Steinbock lernen? Wie werden uns die Errungenschaften der Schütze-Phase dabei helfen, die Herausforderungen der Steinbock-Phase zu bewältigen?

Weitere Beiträge auf astrophoenix zum Thema:

Dagmar Wäscher: “Völker hört die Signale! – Pluto im Steinbock klopft an die Tür”

Heike: Pluto auf dem Weg ins Steinbock-Land

© 2008 Christopher Weidner @ 18. Januar 2008

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